Hartschalenkoffer Test

Hartschalenkoffer sind nicht nur für den Urlaub ein wichtiger Begleiter sondern auch für den Transport von hochwertigen Equipment optimal einsetzbar. Im Allgemeinen sind hier verschiedene Kriterien zu prüfen und nach eigenem Ermessen zu bewerten, an Hand des Einsatzbereiches des Koffers.

Wir haben eine Auswahl an Kriterien getroffen und die unterschiedlichen Hartschalenkoffer auf diese geprüft. Als erstes werden die Hartschalenkoffer in Bezug auf die verwendeten Materialien in drei Kategorien eingeteilt:Aluminium_Hartschalenkoffer

  • Aluminium
  • Polyester, Nylon
  • Polycarbonat, ABS, Polypropylen

Hartschalenkoffer aus Aluminium

Ein Hartschalenkoffer aus Aluminium ist die robusteste Variante, da sich die Schale dieser Koffer aus drei Materialien zusammensetzt: Aluminium, Hartplastik oder Holz und Schaumstoff. Das Hartplastik ist von außen in eine Schicht Aluminium gehüllt, was die robusteste Variante der Hartschalenkoffer beim Transport auch vor äußeren Einwirkungen optimal schützt. Die Innenseite des Koffers ist mit verformbaren Schaumstoff ausgekleidet, der den sicheren Transport von sensiblen Materialien und Equipment zulässt. Zu dem schützt er die Ladung vor unkontrollierten Bewegungen im Inneren des Hartschalenkoffers. Auf Grund der Verwendeten Materialien sollte darauf geachtet werden, dass auch die kleinen Rollen über eine Stahlaufhängung verfügen, die dem erhöhten Gewicht standhält. Sonst kann es schnell zu Einbußen beim Komfort während des sicheren Transportes kommen. Zu dem machen fehlende Griffe oder andere Transportmöglichkeiten dieser Koffer meist unhandlich. Im Vergleich zu den beiden anderen gewählten Hartschalenkoffer-Varianten liegt das Gewicht 30% über Hartschalenkoffer aus Polycarbonat und 40% über Weichschalenkoffer. Der Preis eines hochwertigen Hartschalenkoffers aus Aluminium liegt ausnahmslos über 200 Euro.

Weichschalenkoffer

Weichschalenkoffer

Ein Weichschalenkoffer ist, die vor äußeren Einwirkung, ungeschützteste Variante. Der Koffer besteht meist nur aus den Textilien Polyester oder Nylon. Somit lässt sich hier direkt erkennen, dass dieser Koffer beim Transport sehr anfällig vor äußeren Einwirkungen ist. Womit das Beladen mit sensiblen Geräten oder Ausrüstung nicht zu empfehlen ist. Durch die Gewichtseinsparung beim verwendeten Material müssen auch die Aufhängungen der Rollen nicht so stark belastet werden und man erhält eine größere Agilität beim Reisen. Ein weiterer Komfort beim Transport sind die zahlreichen Griffe, die es ermöglichen den Hartschalenkoffer in fast jeder Position zu greifen. Hartschalenkoffer aus Polycarbonat Ein Hartschalenkoffer aus Polycarbonat ist der Kompromiss zwischen diesen beiden Varianten. Die Schale des Koffers besteht nur aus Polycarbonat. Dieses Material ist annähernd so robust, wie die Verbindung von Aluminium und Hartplastik, und dennoch nur minimal schwerer als Polyester. Im Inneren sind im Gegensatz zum im Hartschalenkoffer aus Aluminium verwendeten Schaumstoff meist nur Spanngurte und Netze vorzufinden.Eine verstärkte Aufhängung der Rollen ist auch hier nicht zwangsläufig von Nöten. Dieser Hartschalenkoffer zu dem durch einen Preis der deutlich unter 200 Euro liegt zu einer sehr attraktiven Alternative zum Aluminiumkoffer (geringeres Gewicht) und zum Weichschalenkoffer (höhere Stabilität).

Rollen, Rollenaufhängung und Griffe

Da die Rollen, Rollenaufhängung und Griffe im beladenen Zustand, die wohl am meisten strapazierten Bauteile des Hartschalenkoffers sind, ist hier auf die Hochwertigkeit der Materialien zu achten. Bei geringerer Qualität stellt sich schnell durch den erhöhten Verschleiß eine Minderung des Komforts beim Transport ein. Neben dem verwendeten Material ist auch auf die Anzahl der Rollen zu achten. Hier gibt es drei Varianten: zwei Rollen, vier Rollen oder vier Doppelrollen. Im Einsatz wesentlich flexibler sind Hartschalenkoffer mit zwei Rollen, doch lastet das Gewicht somit gleichzeitig auf dem Griff des Koffers. Somit ist die Belastung bei vier Rollen auf das Material geringer.

Sind Hartschalenkoffer besser als Weichschalenkoffer

Nun bleibt also die Frage: Warum sollte man sich also einen Weichschalenkoffer zulegen, wenn die Hartschalenkoffer in jedem Kriterium überlegen sind?

Viele Menschen verbinden mit Hartschalenkoffer im Gegensatz zu Weichschalenkoffer Stabilität. Viele aktuelle Tests beweisen dennoch, dass die Weichschalenvariante in diesem Punkt sehr stark aufgeholt haben und auch eine hohe widerstandsfähigen aufweisen.

Einsatzbereich

Somit ist die Entscheidene Frage nach dem richtigen Gepäckstück der Einsatzbereich. Hartschalenkoffer im Aluminium-Gewand sind nicht nur auf Grund der robustesten Schale, sondern auch durch den im Innenraum verbauten Schaumstoff der perfekte Begleiter beim Transport von sensiblen Equipment.

Weichschalenkoffer aus Nylon oder Polyester hingegen sind in diesem Einsatzgebiet gänzlich ungeeignet, da das hochwertige Equipment nicht bestmöglich geschützt wird. Dafür trumpft ein Weichschalenkoffer im Bereich Autoreisen auf. Da der Koffer nur mit Kleidungsstücken beladen wird und diese geringen äusseren Belastungen stand halten. Zu dem ist ein höheres Volumen durch zusätzliche Taschen am Weichschalenkoffer gegeben.

Hartschalenkoffer aus Polycarbonat sind im Einsatz bei Flugreisen empfehlenswert, da diese im rauen Flughafenalltag robust genug vor Einwirkungen von aussen sind. Gleichzeitig sind diese Koffer leicht genug um im Rahmen des angegebenen maximalen Gewichts der Fluggesellschaften nicht zu viel Gewicht beim Koffer einzubußen.

Worauf sollte beim Kofferkauf geachtet werden?

Eine hohe Anzahl an Marken und Modellen macht die Kaufentscheidung für den passenden Hartschalenkoffer nicht gerade einfacher. Deshalb noch einmal alle alle Kriterien zusammengefasst.

Materialqualität

Die höchste Priorität beim Kofferkauf sollte auf das Material und dessen Verarbeitung gelegt werden. Ein gebrochener oder gerissener Koffer bei der Anreise ist meist ein Killer für die Urlaubsstimmung. Gerade bei der rauen Verarbeitung von Gepäckstücken am Flughafen führt heufig dazu, dass die Passagiere bei der Ankunft einen Demolierten Koffer entgegennehmen müssen. Zu dem kann ein Reißverschluss oder Nähte durch die hohe Belastung des billigen Materials platzen und den Koffer nicht in einem Stück am Ziel ankommen lassen.

Teleskopgriff

Hartschalenkoffer sind fast alle mit einem Teleskopgriff (oder auch Trollygriff genannt) ausgestattet, damit man diese bequem hinter sich herziehen kann. Hier sollte man auch auf eine gute Qualität, da diese bei minderer Qualität unter dem Gewicht des Koffers sich verbiegen können. Die Folge wäre somit, dass der Koffer sich nicht mehr bequem ziehen lässt, der Griff nicht mehr vernünftig einfährt oder gar der Griff ganz abreißt.

Außerdem ist die Länge des Griffes auch zu beachten. Ist der Griff zu lange sorgt der Koffer für Rückenschmerzen. Ist der Griff jedoch zu kurz, rollt er in die Hacken. Deswegen sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass der Griff auf die individuelle Körpergröße einstellbar und zudem auch dort arretierbar ist.

Rollen

Die Rollen sind wohl der wichtigste Teil beim Komfort der Kofferbewegung, denn es ist der einzige wirkliche Teil des Hartschalenkoffers, der wirklich den Boden berührt. Hier gibt es Koffer mit 2 Rollen, mit 4 Rollen und mit 4 Doppelrollen. Egal wie viele Rollen verbaut sind sollte also auch hier auf hohe Qualität geachtet werden, damit die Rollen nicht bei der ersten Kante zerbrechen oder abbrechen. Ausserdem sollten Leute die es lieber etwas leiser bei der Fortbewegung mögen auf gummierte Rollen achten. Sie sorgen für eine entspanntere Reiseatmosphäre und rollen meist auch angenehmer.

Giftstoffe bei Billigkoffern

Giftstoffe möchte natürlich niemand in seinem Koffer hinter sich herziehen. In Billigkoffern kann dies jedoch schnell passieren. Das der Koffer schlecht ist, ist aber meist nicht zwangsläufig am Preis erkennbar. Ein deutlicheres Zeichen ist ein starker chemischer Geruch des Koffers. Dieser kommt zwar auch bei hochwertigen Hartschalenkoffern vor, aber verfliegt meistens nach einer gewissen Zeit sehr schnell. Ist dies nicht der Fall, sollte der Koffer zurückgeschickt werden.

Verschluss des Kofferschale

Bei Hartschalenkoffern ist das einfache Verschliessen wichtig, da diese nicht so flexibel sind auf Grund ihrer Bauart, wie Weichschalenkoffer. Eine gute Handhabung und Bedienbarkeit ist im allgemeinen aber auch bei den weichen sehr wichtig. Bei Weichschalenkoffern sollte der Reißverschluss von hoher Qualität sein und auch nicht reißen, damit sich das Gepack nicht ungewollt am Flughafen verteilt. Zu dem sollte der Kofferverschluss bei Hartschalenkoffern gut zuschnappen. Damit das Gepäck nicht nass wird sollten beide varianten zudem wasserdicht und wasserabweisend sein.

Gewicht

Ein geringes Eigengewicht spart nicht nur am Flughafen bares Geld. Hier verlangen die Fluggesellschaften gerne imense Aufschläge für kleinstes Übergewicht. Hartschalenkoffer oder vorallem Weichschalenkoffer kommen einem da schnell in den Sinn, aber auch Alukoffer können hier mithalten.

Koffergröße

Die Größe des Koffers spielt nicht nur beim Eigengewicht eine große Rolle, sondern sollte auch an Hand ihrer Reisegewohnheiten bemessen werden. Hier kommt es auf die Zeit an, die sie verreisen. Wenn sie nur für bis zu zwei Tagen einen Kurzurlaub machen, reicht meist ein kleiner Koffer der problemlos als Handgepäck mitgenommen werden kann. 20 bis 40 Liter ist meist dieses Kabinengepäck groß. Für einen Wochentrip wird ein Volumen von 50-70 Litern empfehlen, damit sie auch alle weiteren Reiseutensilien neben ihrer Kleidung unterbekommen. Ab 10 Tagen sollten sie sich dann für die nächst größere Variante entscheiden. Mit einer Größe zwischen 70-90 Litern sollten Sie alle Gepäck dafür verstaut bekommen.

Bei allen Reisen von mehr als 2 Wochen ist eine Investition in einen noch größeren Koffer meist sinnvoll, da Sie oft Ihre Wäsche nicht überall waschen können oder der Waschservice des Hotels nicht gerade günstig ist.

Sicherheit

Die zunehmend verschärften Sicherheitsrichtlinien auf internationalen Flughäfen betrifft meist auch die Flugreisenden und der Koffer. Ihr gepäck sollten Sie zu keiner Zeit unbeaufsichtigt lassen. Zu dem sollte zu keiner Zeit Ihnen jemand was in den Koffer stecken können oder Taschendiebe zugriff auf Ihr Gepäck bekommen. Ein gutes Schloß ist hier sehr hilfreich. Dennoch kann dies im Zweifel auch geknackt werden.

 

 

Design

Ein knalliges Design hilft natürlich den Koffer schnell am Gepäckband zu identifizieren und ist auch ein oft ein Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. Jedoch sind diese selten für Geschäftsleute geeignet. Hier empfehlen sich die schlichteren Business Koffer oder Bordcases. Die Firma Saxoline ist bekannt für ihre Printmuster auf den Koffern und ist bei modebewussten hoch im Kurs.